Rezi: Eigentlich müssten wir tanzen

Krisi Schoellkopf | Dienstag, 1. März 2016 |



Titel: Eigentlich müssten wir tanzen
Autor: Heinz Helle
Verlag: Suhrkamp
Genre: Endzeitroman
Seiten: 173 (gebundene Ausgabe)
Erscheinungsdatum: 6. September 2015 (2.Auflage)
Preis: 19,95 Euro (gebundene Ausgabe)


Inhalt: 

Dicht, dunkel, radikal
Eine Gruppe junger Männer verbringt ein Wochenende auf einer Berghütte. Als sie ins Tal zurückkehren, sind die Ortschaften verwüstet. Die Menschen sind tot oder geflohen, die Häuser und Geschäfte geplündert, die Autos ausgebrannt. Zu Fuß versuchen sie, sich in ihre Heimatstadt durchzuschlagen. Sie funktionieren, so gut sie können. Tagsüber streifen sie durch das zerstörte Land, nachts durch ihre Erinnerung. Auf der Suche nach einem Grund, am Leben zu bleiben.
»Das ist waghalsig, mehr davon«, forderte die FAZ nach Erscheinen von Heinz Helles Debütroman. Helle hat sich nicht lange bitten lassen und den Einsatz erhöht. Im neuen Roman geht es um die Frage: Reicht das Aufrechterhalten der wichtigsten Körperfunktionen, um von sich selbst sagen zu können, man sei am Leben? Die Antwort, die das Buch gibt, wird uns womöglich nicht trösten. Aber sie macht atemlos vor Spannung.

Meinung:

Das Buch hat mich auf seltsame Weise bewegt, obwohl es eigentlich nicht zu der Art von Büchern gehört, die ich gerne lese.

Die Figuren sind so authentisch wie skrupellos. Sie bleiben ihrer Linie treu, außer der Autor setzt sie gezielt als ein "rhetorisches Mittel" ein, um die Veränderung der Welt noch deutlicher zu machen.

Der Leser wird gewissermaßen in die Story hineingeworfen, man hat zu Anfang (und das bis zum Ende) keine wirkliche Ahnung, was genau passiert und warum, stattdessen konzentriert sich Heinz Helle auf die Personen und ihre Veränderungen in Extremsituationen.

Die Sprache ist sehr "schön" und passt perfekt zu der "Untergangsatmosphäre" und lässt einem das Blut in den Adern gefrieren. Aber auch an Kraftausdrücken wird nicht gespart.

Meinung:

Gleich vor ab muss ich sagen, für sehr empfindliche Menschen ist dieses Buch nicht geschrieben worden. Es ist voller Kraftausdrücke und Gewalt, darauf muss man sich einstellen :).

Ich persönlich fand das Buch auf eine Weise großartig, die ich nicht beschreiben kann. Für mich war das Besondere, dass ich nicht wirklich Ahnung hatte worum es ging, ich aber trotzdem komplett in der Geschichte versunken war.

Für mich macht das Buch auch das Talent von Heinz Helle besonders. Er macht dieses Buch zu etwas enorm Rarem, das man nur jedem empfehlen möchte.

Aus diesem Grund vergebe ich:


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