Autoreninterview: Piero Schäfer

Krisi Schoellkopf | Montag, 25. April 2016 |
Autoreninterview mit Piero Schäfer



Einen schönen Tag, meine lieben Würmchen!
Ich hatte die Ehre Herrn Piero Schäfer zu seinem ersten Roman "Piratinnen" zu interviewen. Damit ich auf weitere Fragen eingehen konnte, die mich sehr interessiert haben, habe ich dem Interview dieses mit Herrn Steinemann vorausgestellt. Hier könnt Ihr es lesen:



(Falls jemand Probleme hat, das Interview zu lesen: Hier geht es zu Herrn Schäfers Interview)
Nun zu meinem Interview mit Herrn Schäfer, in welchem er mir verraten hat, was ihn an Anna, der Hauptfigur in "Piratinnen" besonders fasziniert und welches Kapitel sein liebstes ist:


1.  Sie haben erzählt, dass die Idee für "Piratinnen" durch einen Zeitungsartikel entstanden ist. Wie sind Sie danach vorgegangen?

Zuerst habe ich das Jahrhundert definiert, es musste eine Zeit sein, in welcher die Polizeigewalt praktisch inexistent war, dann habe ich ein Handlungs-Gerüst resp. die grobe Handlung entworfen. Beim Schreiben dann hielt ich mich weitgehend an diese Vorgabe wobei die Handlung gewissermassen wie ein Film vor mir ablief. Jedes Kapitel für sich sollte (mehr oder weniger) eine Geschichte in sich sein.


2. Wie lange hat es gedauert, bis Sie den Roman geschrieben hatten?

Ich habe ca. 2 Jahre daran geschrieben, wobei ich sicher ein Drittel der Zeit  für Recherche eingesetzt habe.

3. Wer durfte "Piratinnen" zuerst lesen?

Meine Frau Daniela.

4. Hat Anna einige Ihrer eigenen Eigenschaften erhalten oder haben Sie sich von einer bestimmten Person bei ihr inspirieren lassen?

Ich bin eigentlich eher das Gegenteil von Anna. (das ist jetzt sehr intim) Ich bin eher schüchtern und strotze nicht vor Selbstbewusstsein. Vielleicht ist Anna so gestrickt, weil sie vieles von dem hat, was mir fehlt...

5. Haben Sie einen Lieblingscharakter und wenn ja, warum ist es genau diese Person geworden?

Ich denke, der Pilger Anton Kreuzer ist mir sehr ans Herz gewachsen, und auch Linhart Zollinger mag ich sehr. Beide sind ehrliche Menschen. Ich hasse egoistische Intriganten, Lügner, Schaumschläger und Wichtigtuer.

6. Ihr Roman spielt in der Reformationszeit. Was fasziniert Sie am meisten an dieser Zeit?

Die Reformation war eine wichtige Phase in Sachen Religion und Kirche. Ich lebe in Zürich, wo Zwingli eine bestimmende Figur war. Ich mag ihn, weil er sich gegen die Heuchelei der damaligen Kirche rep. deren Vertreter aufgelehnt hat.

7. "Piratinnen" ist sowohl geografisch, als auch geschichtlich sehr genau. War es schwer für Sie, all die Recherchen zu betreiben und sie in Ihrem Roman zu verarbeiten?

Ich war mein Leben lang Journalist, da gehört die Recherche zum Tagesjob. Dank Google und Wikipedia ist das heute ja ein Kinderspiel. Wenn ich für all die Begriffe in die Zentralbibliothek hätte eilen und dort ein Buch bestellen müssen, wären Piratinnen wohl noch lange nicht fertig.

8. Sie haben darüber gesprochen einen weiteren Roman veröffentlichen zu wollen. Spielt dieser auch im 16. Jahrhundert?

Nein, mein neues Buch spielt in der Gegenwart und ist eine Migrationsgeschichte.

9. Mir gefällt das Cover des Romans sehr gut . Haben Sie es selbst gestaltet?

Nein, das hat ein lieber alter (im Sinne von langer Bekanntheit) Freund Roman von Arx gestaltet. Er wird sich über Ihr Lob freuen.

10. Nun zur letzten Frage. Haben Sie ein Lieblingskapitel und wenn ja, warum genau ist es dieses geworden?

Gute Frage, darüber habe ich noch nie nachgedacht. Ich denke, es wäre vielleicht das Kapitel 20, in welchem Anna und  Brida sich näher kommen. Es ist sehr dicht, und die Geschichte der Brida finde ich aussergewöhnlich.




Ich möchte mich herzlich bei Herrn Schäfer für das Interview und die tolle Zusammenarbeit bedanken.

Wenn Euch "Piratinnen" interessiert, habe ich hier drei Links für Euch:
















(Quelle des Bildes: piratinnen.com/autor.html, Quelle des Interviews mit Herrn Steinemann: https://www.facebook.com/piero.schafer?fref=ts)






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