Rezension: Engelsspiel

Krisi Schoellkopf | Mittwoch, 13. April 2016 |
Rezension: Engelsspiel


Titel: Engelsspiel
Autor: Klaus Schuker
Verlag: Fabulus-Verlag
Genre: Krimi
Seiten: 420 (broschiert)
Erscheinungsdatum: 09. März 2016
Preis: 14,95 Euro (broschiert), 12,99 Euro (Kindle Edition)


Klappentext:
Ein nächtliches Tête-à-Tête mit der erst 17-jährigen, bildhübschen Janina Heitmann endet für Daniel Schönwind im Vorwurf der sexuellen Nötigung, den er energisch bestreitet. Doch es kommt für ihn noch schlimmer: Seine Partnerin verlässt ihn mit dem gemeinsamen Töchterchen Ramona, sein Arbeitgeber drängt ihn zur Kündigung, die Nachbarn beschimpfen ihn als Vergewaltiger. Verzweifelt sinnt Daniel Schönwind auf Rache. Vor allem nachdem er herausgefunden hat, welch dreckiges Spiel in jener verhängnisvollen Nacht mit ihm gespielt wurde. Er stellt Janina eine Falle. Nichtsahnend liefert sie ihm einen handfesten Beweis, den er gnadenlos gegen sie einsetzt. Ein tödliches Spiel beginnt. (Quelle: http://www.amazon.de/Engelsspiel-Klaus-Schuker/dp/3944788214/ref=asap_bc?ie=UTF8)

Informationen über den Autor:
Klaus Schuker, Jahrgang 1959, arbeitete zunächst als Polizeibeamter, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Neben Krimis veröffentlichte er Kurzgeschichten, Erzählungen und Filmbesprechungen. 2003 rief er die »Schulpatenschaften mit Autoren« ins Leben, die u. a. von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert werden. 2009 brachte er eine Schreibwerkstatt zum Thema »Berufsfindung und Identität« mit EU-Fördergeldern auf den Weg. Klaus Schuker hat bis heute über 2000 Lesungen und Schreibwerkstätten absolviert.
(Quelle: http://www.amazon.de/Engelsspiel-Klaus-Schuker/dp/3944788214/ref=asap_bc?ie=UTF8)

Meinung:
Ich wurde durch Fr. Grützner, Mitarbeiterin des Fabulus-Verlags, auf den Krimi aufmerksam und obwohl ich eigentlich kein Krimi-Fan bin, habe ich selten so intensiv und ausgiebig darüber nachgedacht und gerätselt, wie sich ein Buch wohl entwickelt und ausgeht.

Das Cover des Romans ist in dunkelblauer, fast schon schwarzer, Farbe gehalten. Es ist ein nicht definierbares und verschwommenes Körperteil eines Menschen zu sehen und der Titel "Engelsspiel", welcher sehr schön zum Buch passt, strahlt den Leser aus der unteren Ecke des Buches an. Ebenso sind einige Buchstaben, wie mit Blut befleckt, was das Cover noch interessanter macht. Was mich bei Büchern des Fabulus-Verlags immer fasziniert, sind die bunten Seitenränder, welche im Falle von Klaus Schukers Roman, grell orange sind.

Die Geschichte beginnt mit dem gut aussehenden Daniel Schönwind, der mit seiner Frau Karin und seinem "Engelchen", Ramona, zusammenlebt. Da er die Finger nur selten von anderen Frauen lassen kann, fällt es der jungen und hübschen Janina nicht schwer, ihn dazu zubringen, mit ihr zu schlafen. Als sie ihm jedoch Vergewaltigung vorwirft, kommt Daniel auf ganz neue Ideen, die am Ende nicht nur Janina schaden, sondern auch seine Welt ins wanken bringen.
Die Story ist wahnsinnig gut durchdacht und Dinge, die man selbst für absolut irrelevant hält, machen nachher den entscheidenden Faktor aus. Auch wird die Geschichte zwar objektiv und von außen betrachtet erzählt, jedoch sind die Gedankengänge der Personen so klar, dass man meint, man wäre in ihren Kopf abgetaucht. Ebenso wechselt Klau Schuker zwischen verschiedenen "Perspektiven", die bestimmte Personen beleuchten, so hat der Leser zwar einerseits immer den Überblick, bleibt aber meist doch so ahnungslos, wie die Hauptperson.

Die Personen folgen, sowohl mit ihren Charakterzügen, als auch mit ihrer Sprechweise, einer klaren Linie. Was für mich schön zu beobachten war, war, dass sich die Personen in der stressigen und belastenden Lage, nachvollziehbar verändert haben und man so wahrlich mit ihnen mitfühlen konnte, egal ob Opfer oder Täter.

Die Sprache ist der Situation und den handelnden Personen toll angepasst. Manchmal bedient sie sogar Clichés (z.B. Internetbeiträge haben sehr viele Schreibfehler in sich).

Der Krimi ist kein normaler Krimi. Selten wurde ich von einer Handlung so überrascht und immer wenn ich dachte: "Ich wusste es, so muss es gewesen sein!", kam es wieder ganz anders. Man merkt, dass Herr Schuker sich sowohl perfekt in die Lage der Polizisten, als auch die der Täter und Opfer fühlen kann, da die Beschreibungen ihrer Tätigkeiten und ihrer Gefühlszustände sehr authentisch sind. bei nur sehr wenigen Büchern, schreibe ich mir ganze Romane heraus, um eine Rezension zu verfassen. Hier war es der Fall und ich könnte noch einige Zeit so weitermachen.

Fazit:
Noch nie habe ich so einen tollen Krimi gelesen und war so von ihm in den Bann gezogen. Als Leser kann man einfach nicht aufhören, da man immer wissen will: Wie geht es denn nun weiter??
Aufgrund von all den oben beschriebenen Gründen und noch gefühlten 10000 mehr, vergebe ich:



Hier möchte ich nochmals Frau Grützner danken, ohne Sie wäre ich nie auf dieses Buch gekommen, vielen Dank!






Kommentare:

  1. Hallöchen,
    ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich deine Rezension auf meinem Blog verlinkt habe. Du kannst dir das HIER anschauen.

    Alles Liebe, Nelly

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    1. Hallo,
      gar nicht, ich freue mich! Vielen Dank :)

      LG Krisi

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