Rezension: Lemuria

Krisi Schoellkopf | Dienstag, 26. April 2016 |
Rezension: Lemuria 


Titel: Lemuria - Das Geheimnis der Tiefsee
Autor: Leveret Pale
Verlag: Amazon Media EU
Genre: Kurzroman, Fantasyroman
Seiten: 48 (e-Book)
Erscheinungsdatum: April 2016
Preis: 0,99 Euro (e-Book)


Inhalt: 

Dezember 2012: Im Südostpazifik taucht eine persistente Anomalie auf, die Funk- und Satellitenverbindungen stört und von merkwürdige Lichterscheinungen begleitet wird. Verwackelte Handyvideos und verstörende Berichte von Seemännern, die diesen Punkt mit Frachtschiffen passiert haben, machen im Internet und den Medien die Runde. 
Im Januar 2014 bricht eine Forschungsexpedition auf, um diese Anomlie zu untersuchen und stößt dabei auf unglaubliche Erkenntnisse und Gefahren. Einer der wenigen Forscher, die diese Expedition überleben, ist Dr. Allan Derby, der in "Lemuria - Das Geheimnis der Tiefsee" seine prägenden und erschütternden Erlebnisse der Öffentlichkeit zugänglich machen will. (amazon)

Über den Autor:

Leveret Pale ist das Pseudonym eines jungen Autors, der sich in allen möglichen Formen schriftstellerisch betätigt.
Weitere Informationen und Texte auf seiner Webseite:
www.leveret-pale.de (amazon)

Meinung:

Ich habe heute durch Leveret Pales Facebookseite von seinem neuen Kurzroman, Lemuria, erfahren und musste ihn einfach sofort lesen. Nachdem ich schon "Die Rückkehr der Götter" gelesen hatte und total begeistert war, war es gar keine Frage. 
Jetzt, ungefähr 1000 Gefühlsausbrüche und Schauder später schreibe ich diese Rezension und kann es gar nicht abwarten, all meine Gedanken zum Buch loszuwerden.

Das Cover zeigt eine Zeichnung des Meeres mit Tentakeln, welche sich über das Cover schlängeln. Es ist in einem sehr schönen blau-grün Ton gehalten und hat mich sehr angesprochen.

Die Geschichte dreht sich um Dr. Allan Derby, welcher sich auf eine vermeintlich interessante und harmlose Expedition zur so genannten "Anomalie" macht. Schon zuvor hatten Schiffscrews von merkwürdigen Ereignissen auf See (in einiger Entfernung von der Osterinsel) berichtet und Allan soll sich mit einer Wissenschaftscrew zum Ort des Schreckens begeben um ihn zu erforschen, zumindest dachte er das. Was dann aber auf See passiert, hätte er sich in seinen schlimmsten Albträumen nicht vorstellen können...

Wie man sich vorstellen kann, hat der Autor in einem Kurzroman nicht viel Zeit, Personen genau zu beschreiben und im Leser Mitgefühl zu wecken. Hierbei ist Leveret Pale aber ein Meisterstück gelungen. Dr. Allan Derby erscheint von Anfang an sympathisch, da man weiß, dass er im Grunde Recht hat. Auch als man von seiner Aufregung vor der Reise erfährt, freut man sich gerne mit ihm. Sarah, eine Chemikerin und Pharmakologin aus New York, war meine persönliche Lieblingsfigur. Der Leser weiß fast gar nichts über sie, trotzdem fühlte ich mit ihr und gerade, wenn man sich dem Ende des Buches nähert und ihr Schicksal erfährt, war ich doch sehr getroffen. 
Zusammenfassend könnte man hierzu sagen: Es ist nicht zu viel Information, sondern gerade so viel, dass es genau passt.

Der Schreibstil in "Lemuria" hat mich überrascht. Aufgrund dessen, dass ich schon Romane von Leveret Pale gelesen habe weiß ich, dass er erst 17 Jahre alt ist und kann mit voller Überzeugung sagen: Ich kann es nicht glauben! Der Schreibstil ist so erwachsen und authentisch, dass man das Buch, so wie ich es getan habe, in einem Rutsch durchlesen kann. Er ist sehr angenehm und man hat richtig Spaß beim Lesen. Naja, eine Stelle möchte ich noch erwähnen, an der ich alles andere, als Spaß hatte. 
Wie Ihr Euch wahrscheinlich denken könnt, wird die Anomalie im Laufe des Buches genauer beschrieben und auch die Vorkommnisse (Wind, grünes Licht...). An dieser Stelle war alles so genau und überzeugend beschrieben, dass ich am ganzen Körper Gänsehaut hatte. Ich habe mich immer noch nicht ganz erholt :-).

Was ich persönlich sehr schön fand, war der Beginn und das Ende. Den Auftakt des Buches bildet ein Brief an die Menschheit, welcher zum Nachdenken anregt, vor allem wenn man das Buch gelesen hat. Über das Ende kann ich Euch noch nichts verraten, nur so viel: Es ist überraschend, aber es lässt Euch so viel Platz für Eure eigene Fantasie, dass ihr mit Sicherheit noch lange darüber nachdenken werdet.
Ich bin auch begeistert von der Recherche und dem Wissen, welches im Buch verarbeitet ist. Wissenschaftliche Begebenheiten und geografische Vorkommnisse sind so genau beschrieben und ausgearbeitet, dass es mich sehr beeindruckt hat.


Fazit:

Natürlich ist der Kurzroman fiktiv, jedoch stellt er auf besondere Weise einen Bezug zur Realität, unserem Leben und Geschehnissen in der Vergangenheit her, dass es verblüfft. 
Ein Buch, das Realität, Fiktion, einen tollen Schreibstil und Schauer über den Rücken des Lesers jagt, hat nur folgende Würmchenanzahl verdient:




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