Rezension: Sicht Unsichtbar

Krisi Schoellkopf | Mittwoch, 27. April 2016 |
Rezension: Sicht Unsichtbar

Titel: Sicht Unsichtbar
Autorin: Gabriela Kasperski
Verlag: Monsenstein und Vannerdat
Genre: Krimi
Seiten: 408 (broschiert)
Erscheinungsdatum: 04. April 2016
Preis: 20,99 Euro (broschiert), 11,99 Euro (e-Book)


Inhalt:

Wer hat Pensionsbesitzer Johan Havemann erschlagen? Der Verdacht fällt auf den Ranger des Naturschutzgebiets Silberbirke. Doch das gewinnorientierte Luxus-Öko-Projekt VillageGreen bringt verseuchte Geheimnisse und eine tragische Familiengeschichte zutage. Der begeisterte Vater Werner Meier ermittelt mit Hexenschuss und Snugly, während sich Zita, geplagt von der ultimativen Provinz-Krise, in die Pension Seeblick am idyllischen Greifensee zurückzieht, ausgerechnet dorthin, wo alle Fäden zusammenlaufen.
In Sichtbar Unsichtbar werden viele Themen unseres Alltags berührt, Sinn und Unsinn von Luxus-Ökologie und Naturschutz ist das zentralste. Im Kern aber dreht sich alles um eines: Es geht um Macht. Die Macht eines Felix Blauwylers, der seine Lügen so viel schillernder verkauft als der kauzige Ranger seine Wahrheit. Die Macht des Übervaters Johann Havemann, der seine Tochter niemals gehen lassen würde. Die Macht der Sucht, die Marie Himmel und Hannah Lienert in ihren Fängen hat, die Macht der Krankheit, der Lilo Lienert trotzen will, die Macht der Freiheit, die Zita zu verlieren droht, die Macht des Wortes, die Helen Himmel eine Ausdrucksmöglichkeit verschafft, die Macht der Intuition, die Meier auch dann weiterhilft, wenn sein Verstand längst kapituliert hat. Und schliesslich geht es um die allumfassende Macht der Liebe, die Eltern und Kinder verbindet, Männer und Frauen. Und ihr Gegenstück, den Hass. 
Neben den beiden Protagonisten Zita Schnyder und Werner Meier begegnet die Leserschaft noch weiteren Figuren der ersten beiden Romane wieder: Gritli Gut, der guten Seele vom Kapo-Empfang, Meiers cholerischem Chef Ricardo Signorelli, dem schlauen Staatsanwalt Kretschmer, der schrägen Assistentin Beanie Barras, dem allzu neugierigen Original Wolfi Bühler, dem findigen Pfarrer Keller und Helen Himmel, die zur Slampoetin mutiert. Sogar die ehemalige Wetterfee Scarlett Hammer, avanciert zur Newsmoderatorin, ist wieder mit von der Partie. (amazon)

Über die Autorin:

Gabriela Kasperski absolvierte ein Studium der Anglistik, war als Radio- und TV-Moderatorin und Schauspielerin tätig. Heute schreibt sie Krimis und Romane, Adaptionen für Film und Fernsehen, bloggt in ihrer Kolumne 45+ zu Alltagsfragen, und arbeitet als Sprecherin, Regisseurin und Expertin. Sie ist Gründerin der Indie-Verlagsplattform Storybakery und pendelt mit ihrem Mann und ihren Kindern zwischen Stadt und Land. 
www.storybakery.ch
www.gabrielakasperski.com 
https://www.facebook.com/KasperskiGabriela mit dem 45+ Blog

Die Krimiserie um Schnyder&Meier
Schnyder&Meier zeigt das Beziehungs- Berufs- und Familienleben eines heutigen Paares, eingebettet in aktuelle Plots, umrahmt von vielschichten Nebenfiguren!
(amazon)

Meinung:

Ich wurde von Frau Grützner von "Literaturtest" auf das Buch aufmerksam gemacht und freue mich schon sehr auf die zugehörige Blogtour.

Das Cover ist das, was man unter "schön" versteht. Es ist ein See zu sehen, der nur von einer Schwimmspur durchzogen wird und in dessen blau man sich verlieren könnte. Im Vordergrund ist ein Steg zu sehen, auf welchem ein Stück Kleidung (vermutlich Unterwäsche) liegt.

Da der Klappentext des Buches sehr ausführlich ist, möchte ich eher auf die Besonderheiten in der Geschichte eingehen.
Die Story des Buches dreht sich um den Mord in einem Naturschutzgebiet und dem Naturzentrum "Silberbirke". Der Prolog wird aus Sicht einer Fliege beschrieben, welche auf einer Leiche sitzt. In den ersten Kapiteln lernt der Leser viele Personen kennen, welche man schon aus den vorhergehenden Romanen kennt. (Sollte dies der erste Roman sein, den Ihr von Gabriela Kasperski lest, keine Angst, es geht auch ohne Vorwissen! :))

Die Personen, wie oben schon beschrieben, sind sehr viele, welche in relativ kurzem Zeitabstand dem Leser vorgestellt werden. Mir persönlich fiel es schwer, den Überblick zu behalten. Ansonsten kann der Leser die Geschichten der Charaktere sehr schön verfolgen und die Personen und ihre Denkweisen werden detailliert beschrieben.

Gabriela Kasperskis Schreibstil ist sehr angenehm. Er ist eher einfach gehalten und trotzdem kann man das Buch sehr flüssig lesen. Man könnte sagen, dass die Sprache sehr gut der Situation angepasst ist. Die witzigen Passagen und die humorvolle Schreibweise sind eine gelungene Abwechslung in einem Krimi.

Der Krimi glänzt, meiner Meinung nach, durch seine Individualität. Ich persönlich habe noch nie ein Buch gelesen, welches Charme, Witz und Mord so gut vereint.

Fazit:

Mir hat das Lesen des Romans großen Spaß bereitet und vor allem der Prolog aus Sicht einer Fliege, war sehr einfallsreich. 
Leider waren es mir im Großteil der Lesezeit etwas zu viele Charaktere, auf die ich mich konzentrieren musste. Ich mag es sehr, einzelne Personen und deren Schicksale zu verflogen, deshalb ist dies für mich ein Kritikpunkt.
Dennoch ist das Buch einzigartig und hat das gewisse etwas.
Aus diesem Grund vergebe ich:



Ich möchte mich an dieser Stelle noch "Literaturtest" für das Rezensionsexemplar danken.

1 Kommentar:

  1. Hallo Ihr Bücherwürmer,

    toller Blogname! ;-) Bin gerade beim Stöbern von Blog zu Blog auf Euch und diese Krimi-Rezension gestoßen. Klingt spannend und macht neugierig auf die ganze Serie...
    Viele Grüße,
    Chrissy

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