Rezension: Bärentöter

Krisi Schoellkopf | Montag, 2. Mai 2016 |
Rezension: Bärentöter


Titel: Bärentöter - Der Auserwählte
Autor: Roland Pauler
Verlag: Fabulus-Verlag
Genre: Historischer Roman, Jugendbuch
Seiten: 240
Erscheinungsdatum: 22. August 2015
Preis: 16,95 Euro (gebunden), 4,99 Euro (e-Book)


Inhalt:

Im Schicksalsjahr 1348 begleitet der Bauernjunge Wilfried einen Viehtreck durch Bayern. Während die Pest bereits in Italien wütet, treiben gewissenlose Räuber ihr Unwesen und schrecken auch nicht vor heidnischen Ritualen zurück. Dem stellt sich der Vierzehnjährige beherzt entgegen. Nachdem er Bären und Wölfe bezwungen hat, hält man ihn für einen Auserwählten; als der Graf von Straubing in ihm seinen unehelichen Sohn erkennt und ihn als Erben einsetzt, scheint Wilfrieds Glück vollkommen. Doch mit seinem Eintreten für Gerechtigkeit und die Überwindung von Standesschranken verstößt er gegen die geltende Ordnung. Das ist nicht nur den Wotansbrüdern ein Dorn im Auge. Die Mitglieder des Geheimbunds holen zum tödlichen Schlag gegen Wilfried aus. (amazon)

Über den Autor:

Geboren 1954 in Bamberg, war Roland Pauler nach dem Studium der Geschichte, Altphilologie und Germanistik Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut, Rom. Danach von 1985 bis 1996 Mitarbeiter der Universität München. 1992 erfolgte die Habilitation in Mittelalterlicher Geschichte; anschließend Vertretung von Professuren in Regensburg, München und Erlangen. Zahlreiche Veröffentlichungen zu historischen Themen, darunter »Der Kaiser und die Papessa« (1999), »Leben im Mittelalter« (2007) und »Karl der Große. Der Weg zur Krönung« (2009). "Der Bärentöter. Der Auserwählte" ist sein erster Jugendroman, erschienen bei Fabulus.
(amazon)

Meinung:

Ich habe das Rezensionsexemplar, auf meine Anfrage hin, von Frau Grützner von Literaturtest erhalten und möchte mich herzlich bei Ihr, Literaturtest, dem Fabulus-Verlag und natürlich Herrn Pauler bedanken.

Das Cover des Romans passt perfekt zur Stimmung im Buch und macht einfach neugierig. Zu sehen ist das Gesicht eines Jungen, welcher keinerlei Gesichtsregung zeigt. Er scheint in einem Umhang gekleidet zu sein, da nur der obere Teil davon zu erkennen ist. Der Junge ist durchsichtig und man kann durch ihn hindurch eine Art Bogen eines Gebäudes oder einer Brücke erkennen. Zudem ist das komplette Cover in einem dunklen Grünton gehalten, was es noch mysteriöser und spannender wirken lässt. 
Was mich an den Büchern des Fabulus-Verlags sehr begeistert, sind die colorierten Außenseiten der Bücher. Bei "Bärentöter" sind sie hellgrün und scheinen den Leser richtig an. Da liest man doch ein Buch umso gerner ;)

Die Geschichte dreht sich um einen 14-jährigen Jungen, Wilfried, welcher für seine Familie sorgen muss, nachdem sein Vater auf grausame Weise zu Tode kam. Allerdings steht seine Familie, so sehr er sich auch bemüht, kurz vor dem Hungertod und er entschließt sich deshalb Viehtreiber zu werden, um wenigstens ein bisschen Geld zu verdienen. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnt, sind die Abenteuer, in welche er geraten und dass er als "Bärentöter" in die Geschichte eingehen wird...

Der Hauptcharakter des Buches heißt, wie oben beschrieben, Wilfried. Seine Person und seine Denkweisen sind schön ausgearbeitet und man kann seine Entscheidungen nachvollziehen. Mir allerdings hat das "Innere" etwas gefehlt. Die Emotionen kamen meiner Meinung nach ein wenig zu kurz. Die anderen Personen im Roman sind auch eher oberflächlich beschrieben, allerdings werden vor allem Äußerlichkeiten sehr detailliert geschildert. 

Die Sprache in "Bärentöter" erinnert eher an ein Sachbuch, als an einen Roman für Jugendliche. In den meisten Sätzen ist so viel Information verarbeitet, dass, wie schon gesagt, das Gefühl auf der Strecke bleibt. Allerdings sind die Formulierungen sehr schön der damaligen Zeit angepasst. Man schmunzelt immer wieder über die Ausdrücke von damals...

Wie Ihr wisst bin ich ein großer Geschichtsfan. Ich liebe es, alles über Zeiten wie das Mittelalter, das alte Ägypten, Deutschland im 20. Jahrhundert... zu erfahren.
Aus diesem Grund war "Bärentöter" für mich eine Wonne, da der Leser sehr viel über die damalige Zeit (auch über die Pest!) erfährt und sich danach fühlt, als wäre er auf einer Zeitreise gewesen. 

Fazit:

Der Roman hat mich aufgrund des geschichtlichen Aspekts und der historischen Genauigkeit sehr begeistert. Allerdings kamen mir die Charaktere etwas zu kurz, was aber auch an meinem persönlichen Geschmack liegen kann.
Aus diesem Grund vergebe ich: 







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