Rezension: Manja

Krisi Schoellkopf | Mittwoch, 25. Mai 2016 |
Rezension: Manja


Titel: Manja: Ein Roman um fünf Kinder
Autorin: Anna Gmeyner
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Genre: Klassiker, Historischer Roman
Erscheinungsdatum: 16. Mai 2016
Seitenzahl: 544
Preis: 12,99 Euro (Taschenbuch), 19,95 Euro (gebundene Ausgabe), 16,99 Euro (e-Book)





Inhalt

Poetisch und berührend erzählt Anna Gmeyner die Geschichte von fünf Kindern, die in derselben Nacht im Frühjahr 1920 gezeugt werden aber in ganz unterschiedlichen Milieus aufwachsen. Eigentlich trennen sie Welten und dennoch sind sie zu Freunden geworden, verbunden durch eine innige Zuneigung zu Manja – dem Mädchen aus armen ostjüdischen Verhältnissen. Für ihre Freundschaft nehmen die Fünf Konflikte in Kauf, mit den Eltern, der Schule, der Hitlerjugend. Letztlich aber bleiben sie Gefangene ihrer Zeit, an der Manja tragisch zerbricht und mit ihr die Hoffnung auf eine menschenwürdige Zukunft.
(amazon)


Meinung

Ich habe das Buch im Zuge der Blogtour zu "Manja" erhalten und mich sehr gefreut. Vielen Dank an den Aufbau Verlag an dieser Stelle.

Die Geschichte ist so ungewöhnlich, wie faszinierend. Thematisiert wird die Zeit zwischen 1920 und 1934. In dieser doch nicht einfachen Zeit, wie man auch an unserem Blogtourbeitrag erkennen kann, finden sich fünf Kinder: Manja, Karl, Heini, Franz und Harry. Sie bleiben zusammen und gehen durch dick und dünn. Allerdings könnte ihr Umfeld nicht unterschiedlicher sein und vor allem die jüdisch stämmige Manja hat mit ihrem Schicksal zu kämpfen. Als dann der Druck aus den verschiedenen Familien immer größer wird und sie beginnen, den Kindern ihre Überzeugungen immer mehr aufdrängen zu wollen, wird ihre Freundschaft schwieriger. Wird die Freundschaft der fünf eine solche Zeit überleben?

Die Protagonisten sind sehr liebevoll und genau beschrieben. Der Leser kann sich in die fünf Kinder sehr gut hineinversetzen, da man sich vorstellen kann, wie es ist, wenn jemand einem die Meinung aufzwingen möchte und man nicht die Chance hat, eine eigene Meinung zu bilden. 

Die Sprache im Roman hat mich ein wenig enttäuscht. Sie ist relativ gefühllos, obwohl durch die Geschichte im Leser viele Emotionen ausgelöst werden. Mir haben die Adjektive und die individuelle Note gefehlt. 


Fazit

"Manja" geht unter die Haut, da Geschichte auf beeindruckende Weise mit einer berührenden Freundschaft verknüpft wird. Allerdings hat mich die Sprache enttäuscht und mich nicht gefesselt.
Ich vergebe:






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