Rezension: Zwei Seiten einer Mauer

Krisi Schoellkopf | Freitag, 6. Mai 2016 |
Rezension: Zwei Seiten einer Mauer


Titel: Zwei Seiten einer Mauer
Autor: Alexander Stapper
Verlag: Books on Demand
Genre: Dystopie
Seitenzahl: 348
Erscheinungsdatum: 02. Dezember 2015
Preis: 12,95 Euro (Taschenbuch), 1,99 Euro (eBook)


Inhalt:

'Unter Theos Füßen, die von der Mauer herabbaumeln, haben sich einige von ihnen angesammelt. Sehen kann er sie nicht. Einzig das leise Kratzen am Stein und das Röcheln sagen ihm, dass sie da sind. Bestimmt greifen ihre Hände nach seinen Füßen. Ob sie wohl irgendwann begreifen, dass ihre Bemühungen völlig sinnlos sind? Sie können es noch so oft versuchen, die letzten Meter fehlen am Ende doch. Die obere Kante bleibt für sie unerreichbar.'
Nach einer weltweiten Epidemie wächst Theo hinter einer hohen Mauer auf, die ihn vor den Infizierten beschützt. Die Katastrophe liegt weit zurück, Ordnung und Struktur sind wieder eingekehrt. Doch eines Abends macht er eine Entdeckung, durch die sein gesamtes Weltbild ins Wanken gerät.
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Über den Autor:

Alexander Stapper, geboren 1987 in Viersen, ist freier Schriftsteller und studiert Medientechnik an der TH Köln.
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Meinung:

Alexander Stapper hat uns, das Team von Wurm sucht Buch, direkt angeschrieben und ich habe mich riesig gefreut, "Zwei Seiten einer Mauer" rezensieren zu dürfen. Vielen Dank an Herrn Stapper für das Rezensionsexemplar.

Das Cover des Romans ist sehr düster. Zu sehen ist ein Junge, welcher die Beine über einer Mauer baumeln lässt. Sein Gesicht ist nicht zu erkennen, da es verschwommen ist. Fast am Ende der Mauer sind Hände zu erkennen, welche sich nach dem Jungen ausstrecken und ihn versuchen zu berühren. Das Cover spiegelt den Inhalt des Romans auf faszinierende Weise wider, da es gewissermaßen den Inhalt des Romans zusammenfasst.

Die Geschichte dreht sich um Theo, welcher ein junger Mann im Teenageralter ist. Um ihn herum allerdings ist nichts so, wie wir es kennen, obwohl es offiziell in seiner Stadt sicher und "normal" sein sollte. Der Krieg ist in dieser Welt eine Seuche, die die Bevölkerung infiziert. Um die Stadt, in welcher Theo lebt, ist eine Mauer errichtet, doch vor der Mauer befindet das Grauen...

Die Personen in "Zwei Seiten einer Mauer" sind sehr detailliert beschrieben und besonders mit Theo hat man Mitleid, das im Verlaufe des Romans immer weiter wächst. Ständig habe ich mir die Frage gestellt: Was hätte ich in dieser Situation getan? Und doch konnte ich kaum so lange Pause machen vom Lesen, um mir die Frage beantworten zu können. Fakt ist: Theo ist auf der einen Seite ein Jugendlicher, welche sich ausleben und einfach die Welt Welt sein lassen sollte, auf der anderen Seite muss er stark sein und sich einer Situation stellen, die wir uns nur schwer vorstellen können.

Der Schreibstil im Roman ist nicht zu extravagant, aber auch nicht langweilig. Man kann das Buch in aller Ruhe lesen ohne ein Wörterbuch auszukramen. Perfekt für Dauerleser wie mich  :) 

In "Zwei Seiten einer Mauer" steckt weit mehr, als der Leser am Anfang vermutet. Versteckt im Roman ist ein Appell an die Gesellschaft, welcher durch die dunkle Stimmung der fiktiven Welt und die gespenstische Situation noch verstärkt wird. 
Der Roman kommt völlig ohne die blutigen Zombieattacken aus, was dem Buch in keiner Weise einen Abbruch tut, sondern seine Einzigartigkeit noch unterstreicht.

Fazit:

Alexander Stappers Roman hat mir sehr viel Spaß gemacht, mich aber auch zum Nachdenken gebracht. Da ich Dystopien liebe, war das Buch wie geschaffen für mich und ich bin hellauf begeistert.
Aus diesem Grund vergebe ich:





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