Rezension: Berlin Zombie City

Krisi Schoellkopf | Freitag, 18. November 2016 |


Titel: Berlin Zombie City
Autor: Kalle Max Hofmann
Verlag: Wiebers Verlag
Genre: Fantasy, Gegenwartsliteratur
Erscheinungsdatum: 1. November 2016
Seitenzahl: 314
Preis: 7,99 Euro (Taschenbuch), 2,99 Euro (e-Book)
Hier geht es direkt zum Buch



Klappentext

Ben hat große Pläne mit seinem Leben, doch ein heftiger Streit mit seiner Freundin wirft ihn ziemlich aus der Bahn. Er beschließt, dass er eine Auszeit braucht und startet alleine auf eine dreiwöchige Bootstour über Binnengewässer und Seen. Er flucht und trinkt viel, seinen angestauten Frust überleben weder sein Handy noch das Funkgerät.  
Als er wieder im Stadthafen Berlin-Tempelhof anlegt, ist nichts wie zuvor. Wir begleiten Ben hautnah, als er Schritt für Schritt eine schreckliche Wahrheit entdeckt: Eine aggressive Erkrankung hat den Großteil der Bevölkerung zu tollwütigen, hirnlosen Wilden gemacht. In Sorge um seine Freundin begibt er sich auf eine Tour de Force durch die halbe Stadt, wobei in jedem dunklen Schatten der Tod lauern kann. Bens Welt steht auf einmal auf dem Kopf, es geht nur noch ums Überleben – und das bedeutet, die Stadt zu verlassen. Drei Millionen Zombies stehen diesem Ziel im Wege. 

„Packende, minutiöse Schilderung eines Trips durch die Haupstadt – während einer Zombie-Apokalypse!“ Deadline - Das Filmmagazin
(Amazon)




Meinung

Ich habe mein Exemplar direkt von Will Hofmann und Kalle Max Hofmann zugeschickt bekommen, vielen Dank!

Ich beschreibe immer gern den ersten Eindruck, welcher das Buch auf mich machte, als ich es aus dem Päckchen holte. Ich bin ein großer Fan von Literatur, die Menschen bewegt und gleichzeitig eine gewisse "Message" überbringt. Als ich "Berlin Zombie City" zum ersten Mal sah, stellte ich mich eher auf einen Abenteuerroman ein, welcher womöglich ganz nett würde, aber nicht wirklich in meinem Geschmacksbereich läge... Aber...

Auf dem Cover ist das Gesicht eines zornigen Mannes zu sehen, welcher den Blick nicht auf den Betrachter gerichtet hat, sondern zu etwas, was der Leser nicht sehen kann. Im Hintergrund sind die Umrisse des Berliner Fernsehturms und einige Häuser zu sehen.

Ben kommt gerade von einer dreiwöchigen Tour zu Wasser zurück und kann sich nicht erklären, warum die Straßen Berlins leer und die Häuser verlassen sind. Doch je weiter er sich in die Stadt begibt, scheint er, in einem Albtraum gefangen zu sein. Menschen, die ihn wildgeworden verfolgen und andere, welche sich in Häusern verbarrikadieren und niemanden herein lassen. Wenn er nur wüsste...

Ben erschien mir zu Beginn etwas naiv, da er einfach nicht zu begreifen vermochte, was wirklich in Berlin vorgefallen war. Dann allerdings fragte ich mich selbst: Was hätte ich getan in seiner Situation? Denn sind wir mal ehrlich, eine Zombieapokalypse steht nicht jeden Tag vor der Tür. Auch wenn er nicht heroisch agiert, so ist er doch authentisch und herrlich "normal", so wie auch ich durch eine Welt voller übernatürlicher Wesen stolpere.

Kalle Max Hofmanns Sprache ist flüssig zu lesen und an die jeweilige Situation angepasst. Verlangt eine haarstreubende Situation eine etwas derbere Ausdrucksweise, so muss der Leser nicht lange auf sie warten. Auch hier muss ich die Authentizität loben, selten fühlte ich mich so in einem Buch gefangen, da alles realitätsnah und nicht überschwenglich unrealistisch dargestellt wird.

Das Ende des Romans fand ich sehr stark, da es Charaktereigenschaften in Ben betont, welche mir schon zu Beginn auffielen und welche ich an ihm sehr schätzte: Ehrlichkeit und Mut.
Auch ließ mich dieser Roman eher beeindruckt, als erschrocken zurück, da er sich mehr auf zwischenmenschliche Beziehungen und Gedankengänge fokusiert, als auf blutiges Gemetzel.



Fazit

"Berlin Zombie City" hat mich für einige Stunden in eine Welt entführt, in welcher Berlin in Schutt und Asche liegt und das Überleben über jeglichen sozialen Konventionen liegt. Ich vergebe, in der Hoffnung auf weitere Werke des Autors:






Über den Autor

Kalle Max Hofmann ist ein Filmemacher, Autor und Übersetzer aus Berlin. Seine favorisierten Genres sind Science-Fiction, Fantasy und Thriller. Darüber hinaus interessiert er sich besonders für Wissenschaft, Natur und Psychologie.

Aktuell ist sein Natur-Dokumentarfilm "Wundervolle Welt 3D" erschienen, der auf "Unser Sonnensystem 3D" und "Das Universum 3D" im Vertrieb von Universal Pictures folgt. Als Experte für digitale Effekte arbeitete er an Filmen wie "Keinohrhasen", "Kokowääh" und "Honig im Kopf" von Til Schweiger, sowie an dem Oscar®-nominierten Film "Pina - Ein Tanzfilm in 3D" und "Every Thing Will Be Fine" sowie "Die schönen Tage von Aranjuez" von Wim Wenders. Als Autor schrieb er Beiträge für Zeitschriften wie GameReactor, Deutsch Magazine, [ple:] und Spiegel Online. Seine Übersetzungsarbeiten umfassen Romane von Autoren wie U.S. Bestseller-Autor Russell Blake, New York Times Bestseller Autor F. Paul Wilson, British Fantasy Award Gewinnerin Sarah Pinborough sowie British Fantasy Award Gewinner Greg F. Gifune.

(Amazon)

Krisi ❤

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen