Rezension: Geister

Krisi Schoellkopf | Sonntag, 27. November 2016 |


Titel: Geister (The Nix)
Autor: Nathan Hill
Verlag: PIPER Verlag
Genre: Gegenwartsliteratur
Erscheinungsdatum: 04. Oktober 2016
Seitenzahl: 864
Preis: 25 Euro (Gebundene Ausgabe), 19,99 Euro (e-Book)
Hier geht es direkt zum Buch



Klappentext

Ein Anruf der Anwaltskanzlei Rogers & Rogers verändert schlagartig das Leben des Literaturprofessors Samuel Anderson . Er, der als kleines Kind von seiner Mutter verlassen wurde, soll nun für sie bürgen: Nach ihrem tätlichen Angriff auf einen republikanischen Präsidentschaftskandidaten verlangt man von ihm, die Integrität einer Frau zu bezeugen, die er seit mehr als zwanzig Jahren nicht gesehen hat. Ein Gedanke, der ihm zunächst völlig abwegig erscheint. Doch Samuel will auch endlich begreifen, was damals wirklich geschehen ist. - Ein allumfassender, mitreißender Roman über Liebe, Unabhängigkeit, Verrat und die lebenslange Hoffnung auf Erlösung, ein Familienroman und zugleich eine pointierte Gesellschaftsgeschichte von den Chicagoer Aufständen 1968 bis zu Occupy Wall Street.
(Amazon)



Meinung

Ich habe mein Exemplar des Romans direkt vom Piper Verlag zugeschickt bekommen, vielen Dank!

Dieses Cover... Ich habe den Roman als erstes in einem Literaturmagazin erspäht und war schon damals fasziniert von diesem Cover. Als ich es dann allerdings zum ersten Mal in der Hand hielt, war es noch besser! Das Cover ist nicht glatt, sondern durchzogen von leichten Erhöhungen, welche die Hochhäuser noch realer erscheinen lassen. Diese Technik zu wählen, dass die Skyscrapers durch einzelne Flächen kreiert werden, welche sich nicht berühren, ist brillant!

Dieser Roman ist besonders auf so vielen Ebenen. Das ernsthafte Problem nicht zu wissen, wer man ist und woher man kommt. Eine Gesellschaft, welche beschlossen hat für ihre Überzeugungen zu kämpfen und mittendrin stehen die familiären Probleme und die Enttäuschung nach einem Verrat, welcher größer nicht sein könnte.
Wie Ihr merkt, umschreibe ich gerade den Klappentext und das aus gutem Grund. Dieser Roman hat mich nicht nur überrascht, ich habe ihn verschlungen! So viele Gedanken und Aussagen sind in diesem Buch verborgen, welche ich so schnell nicht vergessen werde und dazu eine einzigartige Geschichte.
Ich musste weinen beim Lesen, da mich die Geschichte wirklich berührt hat. Auch habe ich jetzt vier Tage gebraucht, bevor ich diese Rezension schreiben konnte, da ich zuerst wieder in der Realität ankommen musste. Vielen Dank, Nathan Hill, für dieses Erlebnis! Dies wird nicht mein letztes Buch von ihm gewesen sein.

Natürlich fühlt sich der Leser sehr schnell mit Samuel Anderson verbunden, da er eine Persönlichkeit ist, welche bis heute einfach nicht weiß, wie er mit seiner Familiengeschichte umgehen soll oder besser gesagt eigentlich nichts über sie weiß. Da er Literaturprofessor ist, bemerkt der Leser schnell, dass seine Geschichte nicht nur flapsig aufgeschrieben wird, sondern mit sehr vielen Gedankengängen und Gefühlen gewürzt wird.

Nathan Hill ist ein Sprachgenie! Die Wortwahl, als auch die sprachliche Gestaltung ist phenomenal. Selten war ich von einem Werk und dessen sprachlichen Besonderheiten so begeistert, wie bei Nathan Hill.



Fazit

"Geister" ist ein Roman, welcher nicht nur durch einen perfekten Titel und Cover glänzt, sondern dadurch, dass es hält, was es verspricht. Ich vergebe:





Krisi ❤

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen