Rezension: Schmetterlingswinter

Krisi Schoellkopf | Dienstag, 29. November 2016 |


Titel: Schmetterlingswinter
Autorin: Kea von Garnier
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Genre: Roman, (Jugendbuch)
Erscheinungsdatum: 07. September 2016
Seitenzahl: 260
Preis: 8,99 Euro (Taschenbuch), 3,99 Euro (e-Book)

Klappentext

Berlin im Winter. Mira ist 15, liebt den Himmel, ihr Tagebuch und träumt sich aus ihrem Leben am liebsten davon. In ihrer neuen Patchworkfamilie hat sie keinen Platz. Überhaupt, alles nervt, die Schule besonders. Gut, dass es Valerie und Kat gibt. Gemeinsam suchen die drei Freundinnen nach Lichtblicken in ihrem Alltag zwischen Plattenbau und Partynächten. Mira scheint ohne Perspektive, lebt, trinkt und feiert gleichgültig in den Tag hinein, um ihren Kummer zu vergessen - bis ein versuchter Ladendiebstahl sie in eine völlig neue Welt katapultiert. Die Begegnung mit Astrid und ihrer Schmetterlingsfarm, die Teilnahme an einem Gedichtwettbewerb und die Frage, ob die Freundschaft der drei Mädchen den Winter übersteht, bringen Miras Leben ganz schön durcheinander. Und dann ist plötzlich auch noch Michel wieder da, Miras Schwarm aus dem vergangenen Sommer… Ein Buch übers Erwachsenwerden, über den Mut, mit offenem Herzen auf das Leben und die Liebe zuzugehen, auch wenn das mit dem Risiko verbunden ist, verletzt zu werden. Weil es sich lohnt, die eigenen Talente zu entdecken, den engen Kokon aus Angst zu verlassen und fliegen zu lernen.
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Meinung

Ich habe mein Exemplar des Romans direkt von Kea von Garnier zugeschickt bekommen, vielen Dank!

Das Cover ist das eines Romans, welcher Jugendliche anspricht. Zu sehen ist eine junge Frau, welche mit dem Handy in der Hand neben einem Kaffebecher auf einer Steintreppe sitzt. Allerdings kann der Betrachter das Gesicht des Mädchens nicht erkennen, da sie ab dem Hals aufwärts nicht mehr auf dem Bild nicht zu sehen ist.
Ich finde das Cover sehr ansprechend, gerade, da das Gesicht der Person nicht zu sehen ist. So mache ich mir kein Bild von der vermeintlichen Protagonistin, sondern habe einen gewissen Eindruck, ohne festgefahren zu sein.

Ein Mädchen - gefangen in einer Welt, in welche sie einfach nicht zu passen scheint. Diese Welt macht aus ihr ein Mädchen, welches nur noch auf Party und Alkohol steht und ihr Leben wegschmeißen möchte. Doch eine Begegnung, Worte auf Papier und Schmetterlinge können mehr bewirken, als gedacht...
Ich war mir bis vor einigen Sekunden noch nicht, was ich hier schreiben sollte, da mich die Geschichte auf so vielen Ebenen angesprochen hat.
Vor vier Jahren war ich auch fünfzehn und auch von allem genervt, verärgert oder sah den Sinn einfach nicht in bestimmten Dingen. Doch was holt jemanden aus diesem Tief? Ich habe mich damals in die Bücher gestürzt - ähnlich wie Mira es mit ihren Gedichten tut.
Auch haben mich so viele Elemente an mich selbst erinnert: Die Angst vor Verantwortung, dem eigenen Leben und dem Erwachsenwerden... Mir schaudert es heute noch, doch diese Geschichte macht Mut - und genau das ist das Besondere.

Mira trinkt zwar häufig und scheint ihr Leben nicht mehr im Griff zu haben, dennoch war sie mir von Beginn an sympathisch. Die Faszination bei den Schmetterlingen, die Besessenheit vom geschriebenen Wort und so viel mehr. Sie ist authentisch und "real", das ist, in einem solchen Roman, das A und O.

Kea von Garnier hat sich sehr schön der Sprache einer Fünfzehnjährigen angepasst, ohne dass diese umgangssprachlich oder ordinär wird. Man nimmt der Geschichte die Jugendlichkeit ab und kann sich im Roman verlieren.



Fazit

"Schmetterlingswinter" ist ein Roman, der nicht nur Teenagern Mut macht, sondern jedem in jeglichen Lebenslagen. Vielen Dank, Kea von Garnier, für diese Hommage ans Erwachsenwerden. Ich vergebe:






Über die Autorin

Ich bin Kea von Garnier, Grafikdesignerin von Beruf, Wohn- & Dekoliebhaberin aus Berufung und zweifache Katzenmama. Ich lebe mit meinem Mann im Rhein Main Gebiet, studiere Literaturwissenschaften und Philosophie und habe mein Herz an Berlin verloren. Diese wunderbare Stadt ist auch Handlungsort meines Roman-Debüts Schmetterlingswinter: Mit diesem Buch möchte ich junge Frauen darin bestärken, ihren eigenen Weg zu gehen, ihren Kokon hinter sich zu lassen und ins Leben loszufliegen. Weil ich als leidenschaftliche Verehrerin schöner Worte auch der Poesie zugetan bin, sind die Gedichte meiner Protagonistin auch in meinem Erstlingswerk das Tüpfelchen auf dem i.
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Krisi ❤

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