Rezension: Leben ist mein Schmetterling

Krisi Schoellkopf | Montag, 13. März 2017 |



Titel: Leben ist mein Schmetterling
Autor: Christine Eder
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Genre: New Adult
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2017
Seitenzahl: 386
Preis: 0,99 Euro (e-Book), 12,49 Euro (Gebundene Ausgabe)

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Klappentext und Infos

***Roman enthält erotische Szenen - empfohlenes Lesealter ab 17 Jahre *** Der junge Andrej wird mit einem Freispruch aus dem Gefängnis entlassen, dennoch fühlt er sich nicht frei. Albträume und Erinnerungen an seine schwere Vergangenheit plagen den Zwanzigjährigen. Er will aber wieder neu anfangen, sich ändern und endlich ein normales Leben führen. Doch er beginnt wieder in sein altes Muster zu verfallen, bis sein Leben endlich einen Wendepunkt zu erreichen scheint. Er lernt das Mädchen Lera kennen, die mit ihrer besonderen Art die wesentlichen Dinge im Leben sieht, Gefühle in ihm auslöst, von denen er glaubte, sie seien bereits erloschen. Ein neues, sorgenfreies Leben scheint sich vor Andrej aufzutun und er schöpft Hoffnung seiner Vergangenheit zu entfliehen.

(Amazon, leicht modifiziert)



Meinung


Ich habe mein Exemplar des Romans direkt von Christine Eder zugeschickt bekommen, vielen Dank!

Ich hatte schon das Vergnügen "Es scheint die Sonne" von Christine Eder zu lesen und bekam vor einigen Tagen auch ihren neuen Roman "Leben ist mein Schmetterling". 
Das Cover des Romans lässt den Betrachter noch ziemlich im Unklaren, was im Roman passieren könnte, dafür ist der Klappentext umso informativer.
Die Geschichte dreht sich um Andrej, welcher sein Leben ziemlich an die Wand gefahren und zuerst auch keine Intentionen hat, an sich zu arbeiten. Doch die Begegnung mit einer jungen Frau verändert alles schlagartig.
Der Roman thematisiert die Problematik der Wiedereingliederung von ehemaligen Häftlingen in die Gesellschaft. 
Wie können sie sich dauerhaft ändern? Was passiert, wenn jeder weiß, dass man im Gefängnis saß?
Auch wenn der Roman diese Fragen anschneidet, so bleiben sie doch unbeantwortete Gedanken, welche im Kopf des Lesers zu verpuffen scheinen. Die Handlung ist stark auf den Einfluss der Liebe auf das Leben ausgerichtet, sodass die Realität immer mehr in den Hintergrund rückt. Ich persönlich hätte mir mehr Auseinandersetzung mit der Problematik als ehemaliger Häftling gewünscht. Denn, meiner Meinung nach, kann die Liebe zwar Funken entfachen, aber kein Feuer zum Lodern bringen.
Andrej erschien mir zu Beginn der Lesezeit wenig sympathisch, was sich im Laufe der Handlung allerdings ins Positive veränderte. Jedoch bleibt mir Lera relativ unscheinbar, denn so viel der Leser über Andrej zu wissen scheint, umso weniger weiß er über Lera. 
Da ich, wie ich schon häufig betont habe, der Meinung bin, dass ein Roman von den Protagonisten lebt, hätte ich mir etwas mehr Charakter in den Figuren gewünscht. 
Christine Eders Schreibstil ist angenehm, wird jedoch nur reduziert an die Situationen angepasst. Gerade die Passagen, welche vor Emotionen sprühen, stellen die ernsten Szenen der fiktionalen Realität in den Schatten. Dies empfand ich als eher schade, da diese aufgrund dessen Probleme hatten, mich zu erreichen.



Fazit

"Leben ist mein Schmetterling" ist ein guter Roman, welcher besonders liebesvernarrte Leser begeistern kann. Für mich wurde die Seriosität von der Liebelei untergraben und die Charaktere konnten mich nicht vollkommen überzeugen. Dennoch bin ich sicher, dass er viele von Euch erreichen kann.
Ich vergebe:






Krisi ❤

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